Pressemitteilungen aus Bad Salzuflen:

Auf die Dosis kommt es an


Passend zum Jubiläum kommt das heimische Sole-Salz auf den Markt. Ein Hotelier hat eigens ein passendes Menü dafür kreiert

07/2018 - Bad Salzuflen (ne). Salzuflen schmecken – das war die Idee von Stefan Krieger, Geschäftsführer des Staatsbades. Umgesetzt hat er sie nun in Form eines Salzes aus dem Gustav-Horstmann-Sprudel, aus 1000 Metern Tiefe. „Das erste eigene weiße Salz aus Bad Salzuflen“, wie Krieger stolz erklärt.

Rund ein halbes Jahr dauerte es von der Idee bis zum fertigen Produkt. Die Sole wurde vor Ort – am Ende des Landschaftsgartens abgefüllt und mit dem Lkw nach Sylt gebracht. Dort übernahm eine Manufaktur die Aufbereitung. „Dieser Prozess gestaltete sich anfangs etwas schwierig“, erinnert sich Krieger. Die Thermalsole verfügt nämlich über neun bis elf Prozent Salzgehalt, deutlich mehr als beispielsweise Meerwasser mit lediglich drei bis vier Prozent. Durch die hohe Konzentration der Thermalsole schmecke das Salz wesentlich intensiver als das herkömmliche Produkt aus dem Supermarkt, so Krieger.

Für den Koch bedeutet das: vorsichtig und mit Gefühl salzen, wie Matthias Weinert aus Erfahrung weiß. Passend zum Jubiläum „200 Jahre fürstliches Solebad“ kreierte er für sein „Weinhotel Atrium“ ein Salz und Sole-Menü mit dem heimischen Produkt. Das Sole-Salz verwendete er etwa zum Brot backen, auch für den gebeizten Lachs mit Kaviar sowie für die Zubereitung des Tafelspitzes als Hauptgang. Im Dessert fand sich das Salz ebenfalls wieder: Es gab Pumpernickel-Soufflé an Apfelkompott mit gesalzenem Karamell.

Das Thermalsalz aus Bad Salzuflen – für Stefan Krieger ein großer Schritt für die Stadt. Bisher wurde die Sole in der Kurstadt nur für medizinische Zwecke genutzt, jetzt soll sie auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen. Bereits 1945 habe es erste Versuche gegeben, heimisches Salz zu gewinnen, doch damals scheiterten die Initiatoren daran, die extrem salzhaltige Thermalsole in Speisesalz zu verwandeln. Das ist heute anders, und so ist auf Sylt eine Tonne feinstes Premiumsalz aus der Bad Salzufler Sole entstanden. Etwa die Hälfte wurde in 5000 Gläschen abgefüllt, die am Jubiläums-Wochenende 14./15. Juli, in dem Shop am Salzhof, der in der Wandelhalle geplant ist, oder auch im Kurgastzentrum verkauft werden sollen. Zu einem Verkaufspreis von 9,90 Euro für die feinkörnige und 10,90 für die grobkörnige Variante im 125-Gramm-Glas. Auch größere Behältnisse für den Gastronomiebedarf stellt das Staatsbad bereit. Den Einkaufspreis will Stefan Krieger nicht verraten. Nur so viel: Die Produktion selbst habe keine Kosten verursacht, auch der Transport mit dem Lkw nach Sylt sei sehr erschwinglich gewesen. Er geht davon aus, mit dem Salzufler Salz ein gutes Geschäft zu machen, das sich noch ausbauen lässt. „Das Salz an den Gast zu bringen und deutschlandweit bekannt zu machen, damit andere Städte dem folgen können“, das wünscht sich der Staatsbad-Geschäftsführer für die Zukunft – und tüftelt dafür bereits an weiteren Ideen, wie zum Beispiel an Veredelungsvarianten, etwa mit den in einer Bad Salzufler Pilzfarm angebauten Shiitake-Pilzen. „Es ist einiges in Planung, aber mehr wird noch nicht verraten.“

Premiumsalz
Das Salzufler Salz wird es ab dem 14. Juli, passend zur Eröffnung des Kurparkes, in 125-Gramm- Gläsern zu kaufen geben. Am 3. Juli 2018 gab es die offizielle Zustimmung vom Lebensmittelamt in Detmold. Erworben werden kann es etwa in den Betrieben des Staatsbades oder auch in ausgewählten Restaurants. (ne)

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